Adventposaunenwerk

Geistlicher Impuls

Simon Krautschick | Kategorie: Bläserbrief

Auch bei freudigen Anlässen, wenn ihr Festtage oder den Monatsanfang begeht

und  mir  dabei  Brand-  und  Mahlopfer  darbringt,  sollt  ihr  die  Trompeten  blasen.

Dann werde ich an euch denken, denn ich bin der Herr, euer Gott.  4. Mo 10,10

Sie gehörten unbedingt zu einem festlichen Gottesdienst dazu, Blasinstrumente, im alten Volk Israel, vor mehr als dreitausend Jahren. Das Vierte Buch Mose erzählt von der Einrichtung des Heiligtums, wie der Gottesdienst ablaufen sollte und was sonst  für  das  Zusammenleben  des  Volkes  noch  wichtig  war.  Dabei  erhält  Mose auch  den  Auftrag  von  Gott:  „Lass  zwei  Trompeten  aus  getriebenem  Silber anfertigen.“ Das macht mich neugierig. Wie haben dieses Instrumente ausgesehen? Wie mögen sie geklungen  haben?  Im  Grab  des  ägyptischen Pharao Tutanchamun hat man zwei Instrumente gefunden, die Moses „Trompeten“  ähneln  könnten  (s.  Wikipedia „Scheneb“).  Wie  im  Volk  Israel  sind  auch  bei  uns,  heute, Bläser bei Festgottesdiensten willkommen. Wenn wir im Gottesdienst musizieren, nehmen  wir  die  Gemeinde  mit  hinein  in  das Gotteslob, mal feierlich und ernst, mal schwungvoll und fröhlich. Dabei widmen wir unsere Musik Gott. Das heißt, beim Musizieren wissen wir, dass es um Gott geht. Die Freude, die wir dabei verspüren und auch unser Stolz über ein gelungenes Musikstück sind wie ein Geschenk, das wir hübsch einpacken und Gott überreichen. Auch die Zuhörer im Gottesdienst, die sich von unserer Musik mitreißen lassen, fühlen sich mit Gott verbunden und denken an all das Gute, dass Gott ihnen schenkt. Der Andachtstext fügt dem noch eine neue Blickrichtung hinzu, die mich überrascht hat. Wenn wir Gott als Bläser loben, dann ist das keine Einbahnstraße. Gott hat versprochen, dass er sich durch die Trompetenklänge rufen lässt. Wenn die Israeliten im Gottesdienst die Trompete hörten, dann wussten sie: „Jetzt denkt Gott an uns. Sicher hat uns Gott schon die ganze Zeit im Blick, aber jetzt besteht kein Zweifel: Gott wendet sich uns zu.“  Wenn  Gott  an  uns  denkt,  dann  segnet  er  uns.  Er  freut  sich  mit  uns  an  unserem Lob.  Er  nimmt  sich  unsere  Bitten  zu  Herzen.  Wenn  wir  auf  unserem  Instrument spielen, dürfen wir uns sicher sein: Gott ist mit uns verbunden.

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